ROSMARIN-
ZITRONEN-
TARTE

ROSMARIN-
ZITRONEN-
TARTE

Rosmarin-Zitronen-Tarte | Foto: Maria Grossmann
Foto: Maria Grossmann

Stell dir vor: ein knuspriger Boden aus gerösteten Mandeln, Sonnenblumenkernen und süßen Datteln, gekrönt von einer Füllung, die so cremig und seidig ist, dass sie fast auf der Zunge zergeht. Der Duft von frischem Rosmarin trifft auf die spritzige Frische von Zitrone – eine Kombination, die man erst mal probieren muss, um sie zu glauben. Kein Mehl, kein raffinierter Zucker, dafür jede Menge Geschmack. Diese Tarte ist perfekt für alle, die Lust auf etwas Besonderes haben, das trotzdem unkompliziert bleibt. Ideal für den Nachmittagskaffee mit Freundinnen oder als krönender Abschluss eines Sommerabends.

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Dies ist ein Rezept aus unserem Nobodytoldme Kochbuch, das dich durch die Wechseljahre trägt – wissenschaftlich fundiert, alltagstauglich und so lecker. Eine Liebeserklärung an deinen Körper und deine Seele. 

SUSANNES TIPPS

Für die perfekte Füllung die Cashewkerne vorher 2–3 Stunden in Wasser einweichen, dann abgießen. So werden sie beim Mixen noch cremiger, und die Zitronencreme bekommt eine fast seidig-glatte Konsistenz.

Und wer es etwas weniger süß mag, reduziert den Honig, denn Zitrone und Rosmarin dürfen bei dieser Tarte ruhig die Hauptrolle spielen.

Rosmarin-Zitronen-Tarte | Foto: Maria Grossmann
Foto: Maria Grossmann

ZUBEREITUNG

  1. Die Form am Boden mit Backpapier auslegen (oder mit Öl oder
    Butter bestreichen).
  2. Für den Teig das Kokosöl in einem kleinen Topf schmelzen und lauwarm abkühlen lassen.
  3. Alle Teigzutaten in einen
    Powermixer geben und intervallartig mixen, bis die Zutaten zerkleinert sind und eine klebrige Masse bilden.
  4. Die Masse in die Form geben, gut
    am Boden festdrücken (mit den Händen oder einem Löffel) und einen
    kleinen Rand bilden. Kalt stellen.
  5. Für die Füllung die Zitronen heiß abspülen, trocken reiben, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Gebraucht werden 225 ml Zitronensaft.
  6. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
  7. Die Kokosmilch erwärmen, die eingeweichte Gelatine zwischen den Händen tropfnass ausdrücken und unter Rühren in der Kokosmilch auflösen.
  8. Zitronensaft und -abrieb, Cashewkerne, Honig, Kurkuma, falls verwendet, und Salz in einen Powermixer geben und ganz fein
    pürieren.
  9. Die Kokosmilch-Gelatine-Mischung dazugeben und kurz untermixen.
  10. Die Creme in die Form gießen. Die Tarte vor dem Anschneiden mindestens 4 Stunden kalt stellen.
  11. Zum Servieren die Tarte mit Zitronenscheiben und Rosmarin
    dekorieren.

ZUTATEN FÜR EINE SPRING- ODER TARTEFORM VON 22-24 CM (CA. 10 STÜCKE)

Für den Teig:

50 g Kokosöl

100 g Sonnenblumenkerne

100 g Mandeln

50 g Kokosflocken

125 g saftige Datteln (z. B. Medjoul- Datteln), entsteint

1 TL frische Rosmarinnadeln

1 kräftige Prise Salz

Fett für die Form, bei Bedarf

Für die Füllung:

ca. 5 unbehandelte Zitronen

6 Blatt weiße Gelatine

250 ml Kokosmilch

150 g Cashewkerne

100–125 g milder Honig (z. B. Blütenhonig)

1/2–1 TL gemahlene Kurkuma, nach Belieben

1 kräftige Prise Salz

Außerdem:

1/2 unbehandelte Zitrone, in Scheiben, und Rosmarin zum Garnieren

SUSANNES TIPP:

Für die perfekte Füllung die Cashewkerne vorher 2–3 Stunden in Wasser einweichen, dann abgießen. So werden sie beim Mixen noch cremiger, und die Zitronencreme bekommt eine fast seidig-glatte Konsistenz.

Und wer es etwas weniger süß mag, reduziert den Honig, denn Zitrone und Rosmarin dürfen bei dieser Tarte ruhig die Hauptrolle spielen.

Gesundheitswissen: Das steckt in der Rosmarin-Zitronen-Tarte

Klar, diese Tarte ist ein Dessert, sie soll vor allem schmecken. Aber die Hauptzutaten stecken auch wissenschaftlich betrachtet voller spannender Inhaltsstoffe. Hier ein ehrlicher Blick auf das, was drin ist:

Zitronen sind reich an Vitamin C und weiteren Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, die gemeinsam für die antioxidative Wirkung der Frucht verantwortlich sind. Ein Übersichtsartikel zu Vitamin C in Zitrusfrüchten beschreibt, dass diese Verbindung eine zentrale Rolle in der antioxidativen Stoffwechselantwort des Körpers spielen kann.

Rosmarin ist nicht nur ein aromatischer Küchenklassiker, sondern wird auch wissenschaftlich intensiv untersucht. Ein Review aus dem International Journal of Nutrition beschreibt, dass die Diterpene Carnosol und Carnosinsäure (zwei der Hauptbestandteile von Rosmarin) bis zu 90 % des antioxidativen Potenzials der Pflanze ausmachen und in Studien positive Effekte auf die Magen-Darm-Gesundheit gezeigt haben .

Cashewkerne gehören zur Gruppe der Nüsse, deren Verzehr in Beobachtungs- und Interventionsstudien wiederholt mit gesundheitsförderlichen Effekten in Verbindung gebracht wurde, unter anderem dank ihres Gehalts an ungesättigten Fettsäuren, Phytosterolen und Polyphenolen. Ein umfassender Review betont, dass diese Inhaltsstoffe zur Kategorie der „Nutrazeutika“ zählen, also über den reinen Nährwert hinaus gesundheitsrelevante Eigenschaften mitbringen können.

Der gelbe Farbstoff Curcumin, der Kurkuma seine charakteristische Farbe verleiht, ist einer der meistuntersuchten Pflanzenstoffe überhaupt. Ein Review beschreibt Curcumin als Substanz mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften, die in zahlreichen präklinischen und klinischen Studien untersucht wurden.

Honig punktet vor allem durch seinen Gehalt an phenolischen Verbindungen, denen antioxidative, entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben werden. Eine umfassende Übersichtsarbeit, die 48 klinische Studien mit über 3.600 Teilnehmenden analysierte, fand insgesamt mehr positive als negative Effekte des Honigkonsums auf verschiedene kardiovaskuläre und metabolische Risikofaktoren, besonders wenn Honig andere Süßungsmittel ersetzt.

 

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Susanne Liedtke I Foto Jan Rickers