Sauerkraut-
Rote-Beete-
Suppe
Sauerkraut-
Rote-Beete-
Suppe
- 30 Minuten
- 30 Minuten
- Das geräucherte Paprikapulver gibt es auch unter der Bezeichnung "Pimentón de la Vera", du bekommst es als milde oder scharfe Variante.
Wenn es draußen ungemütlich wird, ist genau das der Moment für diese Suppe: tiefrot, herzhaft-würzig und mit einer angenehmen Säure vom Sauerkraut, die perfekt mit der erdigen Süße der Roten Bete harmoniert. Kümmel und geräuchertes Paprikapulver geben ihr diese wärmende, fast rustikale Note, die einfach nach Zuhause schmeckt. Und weil hier Kartoffeln für Sättigung sorgen, wird aus der Suppe im Handumdrehen eine vollwertige Mahlzeit. Ehrlich gesagt: Eine Suppe, die so unkompliziert ist und trotzdem richtig viel Geschmack liefert, braucht man einfach im Repertoire.
TIPP
Für den extra Kick einen Löffel frisch geriebenen Meerrettich über die Suppe streuen und etwas (pflanzliche) Crème fraîche hinzugeben.
Dazu schmeckt besonders gut ein mit Cashewcreme bestrichenes Wunderbröd.
ZUBEREITUNG
- Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
- Die Rote Bete schälen und grob
raspeln. - Die Kartoffeln schälen und in gut zentimetergroße Würfel
schneiden. - Die Petersilienblättchen von den Stängeln zupfen und beides getrennt fein hacken.
- Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel und die Petersilienstängel darin andünsten.
- Rote Bete, Kümmel, Paprikapulver
und Lorbeer dazugeben und kurz andünsten. - Mit der Gemüsebrühe
aufgießen. - Die Kartoffeln dazugeben, leicht salzen und pfeffern und aufkochen. Im geschlossenen Topf etwa 10 Minuten köcheln lassen,
bis das Gemüse weich ist. - Das Sauerkraut nach Belieben grob hacken, zur Suppe geben und
weitere 2–3 Minuten kochen. - Die Suppe mit Sojasauce, (wenig)
Salz und Pfeffer sowie Muskatnuss und Majoran abschmecken. - Die Petersilienblättchen unterrühren und die Suppe auf Schalen verteilen.
ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN
1 kleine Zwiebel
250 g Rote Bete
400 g Kartoffeln (vorwiegend
festkochend; oder Knollensellerie oder Pastinaken)
1/2 Bund glatte Petersilie
2 EL Rapsöl
2–3 TL Kümmelsamen
1/2–1 TL geräuchertes Paprikapulver
2 Lorbeerblätter
ca. 1/2 l Gemüsebrühe
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
350 g frisches Sauerkraut
2 EL Sojasauce
1/2 TL frisch geriebene Muskatnuss
1 TL getrockneter Majoran
TIPP
Für den extra Kick einen Löffel frisch geriebenen Meerrettich über die Suppe streuen und etwas (pflanzliche) Crème fraîche hinzugeben.
Dazu schmeckt besonders gut ein mit Cashewcreme bestrichenes Wunderbröd.
Gesundheitswissen: Das steckt in der Sauerkraut-Rote-Bete-Suppe
Sauerkraut entsteht durch Fermentation von Weißkohl, wobei zahlreiche bioaktive Stoffwechselprodukte entstehen. Eine aktuelle Studie zeigte, dass die löslichen Metabolite in fermentiertem Kohl (im Gegensatz zu rohem Kohl) die Darmbarriere von Zellkulturen (Caco-2-Monolayer) vor entzündungsbedingten Schäden schützen konnten, was auf das gesundheitsfördernde Potenzial fermentierter Lebensmittel hindeutet.
Rote Bete ist reich an Nitrat, das im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt werden kann – ein Molekül mit gefäßerweiternder Wirkung. Eine Metaanalyse randomisiert-kontrollierter Studien mit 349 Patient:innen fand, dass Rote-Bete-Saft den systolischen Blutdruck bei Menschen mit Bluthochdruck im Schnitt um 5,31 mmHg senkte, allerdings bei insgesamt niedriger Evidenzsicherheit. Ein weiterer Review beschreibt zudem die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften der enthaltenen Betalain-Pigmente.
Kartoffeln liefern neben Energie auch resistente Stärke, die im Dickdarm fermentiert wird und dabei kurzkettige Fettsäuren produziert. Eine tierexperimentelle Studie zeigte, dass resistente Kartoffelstärke die Darmmikrobiota veränderte und ernährungsbedingter Adipositas bei Mäusen entgegenwirkte.
Kümmel (Carum carvi) wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Eine In-vitro-Studie fand für Kümmelextrakt antioxidative Eigenschaften sowie eine hemmende Wirkung auf verdauungsrelevante Enzyme (α-Amylase, α-Glucosidase). In der Kombinationstherapie STW5 gilt die Kombination von Kümmel mit Angelikawurzel zudem als wirksamer Bestandteil gegen entzündliche Prozesse im Verdauungstrakt.
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