RIBOLLITA

Ribollita Suppe, Kartoffeln, Möhren, Bohnen Foto: Katja Mathes
Foto: Katja Mathes

Ribollita ist die toskanische Seele in einem Topf – ehrlich, sättigend, wärmend. Schwarzkohl, weiße Bohnen, Fenchel und reife Tomaten, langsam zusammengekocht zu etwas, das mehr ist als die Summe seiner Zutaten.

Und das Beste: Am nächsten Tag schmeckt sie noch besser. Der Name ist hier nämlich Programm – ribollita heißt auf Italienisch schlicht „nochmal aufgekocht“.

TIPP

Anstelle von Schwarzkohl kannst du auch Wirsing, Mangold oder Blattspinat für die Ribollita verwenden. Überhaupt ist das die perfekte Suppe, um die vernachlässigten Reste aus der Enge deines Gemüsefachs zu befreien. 

Ribollita Suppe, Kartoffeln, Möhren, Bohnen Foto: Katja Mathes
Foto: Katja Mathes

ZUBEREITUNG

  1. Zwiebel und Thymianzweig bei mittlerer bis hoher Hitze 8 Minuten unter häufigem Rühren karamellisieren.
  2. Karotte, Kartoffel und Fenchel in 2 cm große Würfel schneiden. Knoblauch fein hacken. Alles in den Topf geben und weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze andünsten.
  3. Schwarzkohlstiele in dünne, Blätter in etwas breitere Streifen schneiden, Petersilienstiele fein hacken und zusammen mit dem Schwarzkohl unter das Gemüse heben. Mit Tomaten und Weißwein ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und 5 Minuten bei mittlerer bis hoher Hitze einköcheln lassen.
  4. Mit Gemüsebrühe ablöschen, weitere 20 Minuten ohne Deckel köcheln lassen.
  5. Ein Viertel der Bohnen anpürieren, zusammen mit den übrigen Bohnen zur Ribollita geben und 5 Minuten ziehen lassen.
  6. Thymianzweig entfernen, Ribollita mit (veg.) Parmesan und der restlichen, frisch gehackten Petersilie servieren.

ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN

1 rote Zwiebel

2 EL Olivenöl

1 Zweig Tymian

1 Karotte

100 g Kartoffeln

250 g Fenchel

3 Zehen Knoblauch

300 g Schwarzkohl

1/2 Bund Petersilie

400 g geschälte Tomaten

50 ml Weißwein

1/2 TL Salz

1/2 TL gem. Pfeffer

600 ml Gemüsebrühe

300 g weiße Bohnen gekocht (z.B. Cannellini Bohnen*)

1 EL (veganer) Parmesan

Fakten zu den Zutaten der Ribollita

Ribollita ist nicht zufällig ein Klassiker der Mittelmeerküche – sie ist von Natur aus antientzündlich, sättigend und vollgepackt mit Nährstoffen, die dem Körper wirklich etwas bringen.

Weiße Bohnen: (Cannellini) Bohnen sind eine der unterschätztesten Lebensmittelgruppen überhaupt. Sie liefern pflanzliches Eiweiß, lösliche Ballaststoffe und senken nachweislich LDL-Cholesterin sowie den Blutzucker nach dem Essen.

Schwarzkohl (Cavolo Nero): Schwarzkohl gehört zu den nährstoffdichtesten Gemüsesorten überhaupt: reich an Vitamin K, Vitamin C, Kalzium und Glucosinolaten – Pflanzenstoffen, die in Studien mit einem reduzierten Krebsrisiko assoziiert werden. Außerdem stark antioxidativ.

Olivenöl: Das Herzstück der Mittelmeerküche. Olivenöl liefert Oleocanthal – einen natürlichen Entzündungshemmer mit ähnlicher Wirkung wie Ibuprofen – sowie einfach ungesättigte Fettsäuren, die kardioprotektiv wirken.

Geschälte Tomaten: Tomaten – vor allem erhitzt und verarbeitet – sind eine der besten Quellen für Lycopin, ein Antioxidans, das mit reduziertem Risiko für Herzkrankheiten und bestimmten Krebsarten in Verbindung gebracht wird. Kochen macht Lycopin sogar besser verfügbar.

Knoblauch: Drei Zehen Knoblauch – das klingt nach nicht viel, ist aber ein echter Gesundheits-Booster. Allicin, der Wirkstoff im Knoblauch, hat antimikrobielle, blutdrucksenkende und cholesterinsenkende Eigenschaften.

Fenchel: Fenchel enthält ätherische Öle (vor allem Anethol), die entzündungshemmend wirken und die Verdauung fördern. Außerdem liefert er Kalium, Vitamin C und Flavonoide.

Karotte: Karotten sind die bekannteste Beta-Carotin-Quelle – eine Vorstufe von Vitamin A, das Immunsystem und Sehkraft unterstützt. Dazu liefern sie Falcarinol, einen Pflanzenstoff mit potenziellem antikarzinogenem Effekt.

Thymian & Petersilie: Beide Kräuter sind weit mehr als Dekoration. Thymian enthält Thymol – ein natürliches Antiseptikum mit antibakteriellen Eigenschaften. Petersilie ist reich an Vitamin K und Apigenin, einem Flavonoid mit antioxidativer Wirkung.

 

Quellen:

2 Kommentare

  1. Liebe Susanne, was bedeutet denn hier „karamellisieren“? In Zucker offenbar nicht, denn der steht nicht auf der Liste. In Olivenöl schmoren? Freue mich darauf, das Rezept umzusetzen! Julia

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