Gekeimte Linsen, Mungobohnen und Alfalfa können dagegen roh konsumiert werden

Man sollte gekeimte Hülsenfrüchte nicht roh essen, weil sie möglicherweise noch schädliche Stoffe wie Phasin und Lektine enthalten, die Magen-Darm-Beschwerden und Vergiftungserscheinungen verursachen können. Obwohl der Keimprozess diese Stoffe abbaut, sollten einige Hülsenfrüchte, wie zum Beispiel Bohnen- und Linsensprossen, zur Sicherheit vor dem Verzehr blanchiert oder gekocht werden, um sicherzugehen, dass sie unbedenklich sind. 

Gefährliche Stoffe in Hülsenfrüchten

  1. Phasin: Ein giftiges Eiweiß, das rote Blutkörperchen verklumpen lassen und zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen kann. 

  2. Lektine: Diese Proteine können die Aufnahme von Nährstoffen hemmen und Verdauungsbeschwerden verursachen. 

  3. Protease-Inhibitoren: Diese können die Verdauung von Proteinen stören. 

  4. Phytinsäure: Diese Säure kann die Aufnahme von Mineralstoffen wie Eisen und Zink behindern. 

Warum Erhitzen wichtig ist

  • Das Kochen und Blanchieren zerstört die meisten dieser schädlichen Stoffe und macht die Hülsenfrüchte sicher essbar. 

  • Beim Keimen werden diese Stoffe zwar bereits reduziert, aber nicht immer vollständig abgebaut. 

  • Es ist eine gute Praxis, gekeimte Hülsenfrüchte, insbesondere die von Bohnen, vor dem Verzehr kurz zu erhitzen oder zu blanchieren. 

  • Manche Keimlinge, wie die von Mungobohnen oder Sojabohnen, können auch mit Krankheitserregern belastet sein, die durch Erhitzen abgetötet werden. 

Ausnahmen

  • Einige Hülsenfrüchte, wie z. B. die von Mungobohnen oder Alfalfa, können roh verzehrt werden, sollten aber gut gewaschen und schnell verbraucht werden. 

  • Es ist wichtig, auch bei rohen Keimlingen auf frische und Hygiene zu achten. 

  • Es gibt auch Hülsenfrüchte, die von Natur aus keine gefährlichen Stoffe enthalten, wie beispielsweise Zuckerschoten.