Gekeimte Linsen, Mungobohnen und Alfalfa können dagegen roh konsumiert werden
Man sollte gekeimte Hülsenfrüchte nicht roh essen, weil sie möglicherweise noch schädliche Stoffe wie Phasin und Lektine enthalten, die Magen-Darm-Beschwerden und Vergiftungserscheinungen verursachen können. Obwohl der Keimprozess diese Stoffe abbaut, sollten einige Hülsenfrüchte, wie zum Beispiel Bohnen- und Linsensprossen, zur Sicherheit vor dem Verzehr blanchiert oder gekocht werden, um sicherzugehen, dass sie unbedenklich sind.
Gefährliche Stoffe in Hülsenfrüchten
Phasin: Ein giftiges Eiweiß, das rote Blutkörperchen verklumpen lassen und zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen kann.
Lektine: Diese Proteine können die Aufnahme von Nährstoffen hemmen und Verdauungsbeschwerden verursachen.
Protease-Inhibitoren: Diese können die Verdauung von Proteinen stören.
Phytinsäure: Diese Säure kann die Aufnahme von Mineralstoffen wie Eisen und Zink behindern.
Warum Erhitzen wichtig ist
Das Kochen und Blanchieren zerstört die meisten dieser schädlichen Stoffe und macht die Hülsenfrüchte sicher essbar.
Beim Keimen werden diese Stoffe zwar bereits reduziert, aber nicht immer vollständig abgebaut.
Es ist eine gute Praxis, gekeimte Hülsenfrüchte, insbesondere die von Bohnen, vor dem Verzehr kurz zu erhitzen oder zu blanchieren.
Manche Keimlinge, wie die von Mungobohnen oder Sojabohnen, können auch mit Krankheitserregern belastet sein, die durch Erhitzen abgetötet werden.
Ausnahmen
Einige Hülsenfrüchte, wie z. B. die von Mungobohnen oder Alfalfa, können roh verzehrt werden, sollten aber gut gewaschen und schnell verbraucht werden.
Es ist wichtig, auch bei rohen Keimlingen auf frische und Hygiene zu achten.
Es gibt auch Hülsenfrüchte, die von Natur aus keine gefährlichen Stoffe enthalten, wie beispielsweise Zuckerschoten.
